Spatenstich: Forschung für Arbeitsschutz

Fast 20 Millionen Euro kostet der Erweiterungsbau für den Spitzenverband der deutschen Unfallversicherungen. Mit der neuen Infrastruktur bereitet sich der Verband auf den Wandel in der Arbeitswelt vor. (Foto: DGUV/IFA)

Schon jetzt führt das Institut für Arbeitsschutz 130.000 Analysen im Jahr durch. Mit dem Wandel der Arbeitswelt verändern sich auch die Anforderungen an die Präventionsforschung. Aus diesem Grund investiert das Institut 20 Millionen Euro für einen Erweiterungsbau. (Foto: DGUV/IFA) 

Es ist kein Megaprojekt und trotzdem ist es ein Meilenstein. Das Institut für Arbeitsschutz (IFA) hat den ersten Spatenstich für den Erweiterungsbau gesetzt. Das Bauprojekt wird fast 20 Millionen Euro kosten. Anfang 2019 können knapp 60 von 260 Mitarbeitern des Instituts in die neuen Räume einziehen. Auf sie wartet auf fünf Stockwerke jede Menge Raum, neue Labore und moderne Technik.

Die Untergeschosse liegen zwei Etagen tief unter der Erde. Neben einer Hausdruckerei und Poststelle sowie Büros wird sich dort die Zentrale für die Haustechnik befinden. Im Erdgeschoss und den beiden Obergeschossen werden die Mitarbeiter Laborräume mit insgesamt 1.900 Quadratmetern Fläche zur Verfügung. Es kommen noch 15 Büros, ein Besprechungsraum und zwei Aufenthaltsräume hinzu. Wofür der ganze Aufwand?

Gefahrenstoffe und Grenzwerte haben sich verändert

Mit dem neuen Gebäude wird das Institut seine Forschungskapazitäten erweitern und sich auf die Anforderungen des technologischen Wandels einstellen. „Der Neubau ist auch eine Bestätigung des Forschungsstandortes Sankt Augustin und der Wissenschaftsregion Bonn“ sagt Dr. Rainhardt Freiherr von Leoprechting, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV).

„Die Arbeitswelt hat sich gewandelt. Mit ihr verändern sich auch Gefahrstoffe und Grenzwerte“, so Dr. Walter Eichendorf, stellvertretender Hauptgeschäftsführer der DGUV. Moderne Technologien wie 3D-Drucker oder Nanotechnologie führen zu neuen Belastungen. Diese verlangen immer speziellere Mess- und Analysetechnik, die die bestehenden Räumlichkeiten in Sankt Augustin nicht mehr vorhalten konnten. „Das neue Laborgebäude soll uns den Raum und die technischen Möglichkeiten schaffen für zukunftsgerichtete Analyse- und Forschungsmethoden“, so Eichendorf.

Neue Kapazitäten für mehr Forschung

Schon jetzt werden mehr als 130.000 Analysen jährlich in den Labors des IFA durchgeführt. Das Bauprojekt, das Anfang 2019 abgeschlossen wird, schafft weitere Kapazitäten. Das IFA unterstützt mit seiner Forschung die Berufsgenossenschaften und Unfallkassen bei ihrem gesetzlichen Auftrag, Arbeitsunfälle, Berufskrankheiten und arbeitsbedingte Gesundheitsgefahren zu vermeiden.

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