Studie: Die Gesundheit der Mitarbeiter schützen!

Betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM) ist in vielen großen Unternehmen bereits seit längerem Standard. Aber wie sieht das in kleinen und mittleren Unternehmen aus? Eine Studie der Initiative Gesundheit und Arbeit (iga) bringt etwas Licht ins Dunkel.  (Foto: iga – Initiative Gesundheit und Arbeit)

Etwa 36 Prozent der 500 befragten Produzierenden Unternehmen mit 50-500 Beschäftigten erklärten im Jahr 2011 bereits betriebliches Gesundheitsmanagement zu betreiben, 5 Prozent wollten es in den nächsten 12 Monaten einführen. Weitere 13 Prozent führen zwar kein systematisches Gesundheitsmanagement durch, bieten ihren Beschäftigten aber Gesundheitstage oder Präventionskurse an. Betriebliches Gesundheitsmanagement scheint also auch bei KMU eine relevante Bedeutung zu haben.  

Soziale Verantwortung und mehr Produktivität

Grund für die Gesundheitsaktivitäten der Unternehmen war in der Regel eine Mischung aus sozialer Verantwortung und Eigeninteresse. Als Unternehmen fühlte man sich verantwortlich, die Gesundheit der Mitarbeiter zu schützen und versucht gleichzeitig, Fehlzeiten und dadurch bedingte Betriebsausfälle zu minimieren, um so die betriebliche Produktivität zu steigern. Umgesetzt wird BGM häufig durch Verbesserung von betrieblichen Abläufen und Arbeitsplätzen. Schulungen und Gesundheitszirkel sind weitere häufig genannte Maßnahmen.

Einschränkungen, Hindernisse und Möglichkeiten

Aber natürlich wurden in der iga-Studie auch Einschränkungen und Hindernisse festgestellt: Häufig genannt wurden vor allem der Vorrang des Tagesgeschäfts und mangelnde finanzielle und personelle Ressourcen. Aber auch Informationsdefizite wie fehlende Fachkenntnisse in diesem Bereich und mangelndes Wissen über Unterstützungsmöglichkeiten – zum Beispiel durch die Krankenkassen. Auch das Wissen über Steuervorteile durch BGM ist begrenzt. Um das Betriebliche Gesundheitsmanagement in kleinen und mittleren Betrieben zu fördern, müssen diese vor allem über den monetären Nutzen aufgeklärt und unterstützende Strukturen etabliert werden. Eine wichtige und lohnende Aufgabe.  

Die komplette Studie kann man hier kostenlos herunterladen. 

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