Work-Life: Warum Stress nicht mehr chic ist!

Generation Y steht für eine neue Arbeitskultur. Für sie ist Stress kein Zeichen von Erfolg, sondern nicht erwünscht. (Foto: icanteachyouhowtodoit, CC BY 2.0)

Angestellte, die sich hustend und niesend zur Arbeit schleppen, sind „Helden der Arbeit“. Oder doch nicht? Zum Glück gehören solche Floskeln der Vergangenheit an. Denn die „Generation Y“, die die Arbeitswelt immer breiter erobert, macht hier nicht mit. (Foto: icanteachyouhowtodoit, CC BY 2.0)

Wochenenden und Urlaube durcharbeiten, Überstunden anhäufen. Sie sind nicht mehr ein Zeichen für Leistung. Im Gegenteil: wer eine solche Arbeitszeit präsentiert, muss sich Unvermögen vorwerfen lassen, nicht die richtige Balance gefunden zu haben. Dabei ist es sehr wichtig, dass damit nicht die klassische „Work-Life-Balance“ gemeint ist. Es geht nicht darum, der anstrengenden Arbeit genügend erholsame Freizeit entgegenzustellen.

Vielmehr wird die Arbeit selbst zum Teil eines „guten Lebens“. Studien zeigen, dass der moderne Arbeiter ein gutes Stück von diesem Ideal entfernt ist, wie eine 2013 veröffentlichte Untersuchung der Techniker Krankenkasse zeigt. Danach litten 38 Prozent der Befragten unter Termindruck, 34 Prozent unter Überstunden und 30 Prozent unter ständiger Erreichbarkeit.

„Health Trends“ zeigen in die richtige Richtung

Auch wenn die schöne neue Welt heute noch keine Realität ist, zeigt der neue „Health Trends Report“ des Zukunftsinstituts auf. Er zeigt, wohin die Reise gehen wahrscheinlich gehen wird. Gerade Mitarbeiter in der „Rush Hour des Lebens“ – im Alter zwischen 35 und 44 – entwickeln nämlich zunehmend Gegenstrategien, um Stressoren abzubauen und die eigene Gesundheit zu schützen.

„Dieser Wertewandel wird das Paradox, das heute bereits zwischen Wunsch und Wirklichkeit der Menschen besteht, auflösen und dafür sorgen, dass immer weniger Menschen dazu bereit sind, einem Job nachzugehen, der sie krankmacht.“, so eine Kernaussage der Studie. Diese Trends zeigen die Konturen einer neuen Arbeitswelt, die nicht nur von Maschinen und Technologien getrieben wird.

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